Wieder ein Unentschieden gegen Löhne
16.01.2012 07:01 von Sven Kirschnick
Neue Westfälische Bielefeld vom 16.01.12
Löhne/Obernbeck – TuS Brake 32:32 (16:13). Mit einem verwandelten Strafwurf sicherte Jannis Johannmeier den Brakern einen schwer erkämpften Punkt. Schließlich lagen die Gäste schon 21:26 zurück. „In der Besetzung wird Löhne nichts mit dem Abstieg zu tun haben“, meinte Brakes Trainer Andreas Köckeritz. Neben Torsten Bergmann setzte der Letzte auch die Zugänge Alexander Pieper und Ralf Bruelheide ein. Pieper traf fünf Mal, „Tüdden“ machte 9/3 Tore. Allerdings vergab der 44-Jährige in der Schlussphase einen Strafwurf gegen Sven Kirschnick. Der Keeper, der vorher einige Male unglücklich agierte, hielt einen weiteren Siebenmeter und ebnete seinem Team die Chance zur Rückkehr. Brake: Knefelkamp/Kirschnick; Johannmeier (8/6), Schütforth (8), Lange, Welge (je 6), Lippert, Tiemann (je 4), Knefelkamp, Heidbreder.
Neue Westfälische Löhne vom 16.01.12

Löhne. Es ist ein grandioses Handballspiel, das die HSG Löhne/Obernbeck und der TuS Brake den rund 150 Zuschauern in der Sporthalle des Gymnasiums Löhne bieten. Am Ende trennen sich die beiden Landesligisten mit 32:32 (16:13) – ein Ergebnis, das den gesamten Spielverlauf korrekt widerspiegelt.
Und wohl alle in der Halle nehmen zur Kenntnis, dass die beiden HSGLO-Neuzugänge Ralf Bruelheide und Alexander Pieper die Verstärkungen sein könnten, die der abstiegsbedrohten Mannschaft von Trainer Maik Tacke weiterhelfen. Auch wenn es spekulativ ist, aber ohne Pieper und Bruelheide hätten die Obernbecker wahrscheinlich keinen Punkt geholt. Denn die Braker präsentieren sich bärenstark. Technisch sehr gut ausgebildet, schnell, spritzig und spielerisch voll auf der Höhe zeigt die Mannschaft von Trainer Andreas Köckeritz, dass sie zurecht im oberen Drittel der Tabelle zu finden ist. Auf der anderen Seite treffen die Braker auf eine HSG, die künftig in dieser Verfassung spielend nur noch sehr schwer zu schlagen sein dürfte. Während Alexander Pieper von Beginn an spielt, kommt Ralf Bruelheide erst in der 18. Minute und stellt sich gleich mit einem Treffer zum 10:8 vor. Der 44-jährige, ehemalige Bundesligaspieler treibt sich auf der Mittelposition und im halblinken Rückraum herum. Dort setzt er, wie man es von ihm gewohnt ist, unspektakulär aber effizient die Akzente. Und Alexander Pieper sorgt als erfahrener Kreisläufer für einige Lücken. Die Leistungssteigerung allein den beiden Neuzugängen zuzuschreiben, wäre aber zu kurz gegriffen. Die gesamte Löhner Mannschaft präsentiert sich gegen Brake griffig und aufgeräumt. Die Spielweise im Angriff ist strukturierter als sonst, einzig die Zusammenarbeit in der Abwehr bietet noch Steigerungspotenzial.
Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt. Die Obernbecker verpassen es, ihre 26:22-Führung (46.) ins Ziel zu verwalten. So kommt es am Ende zu einem spannenden Krimi, in dem Ralf Bruelheide dreißig Sekunden vor Schluss die 32:31-Führung gelingt, Brake aber noch durch einen Strafwurf von Jannis Johannmeier mit dem Schlusspfiff zum Unentschieden kommt.
„Im Angriff war das schon ganz gut, auch wenn hier das Timing noch nicht so stimmt. Nachlegen müssen wir aber in der Abwehr, und dort sollte auch der Schwerpunkt beim Training in den kommenden Wochen liegen“, sagt Bruelheide. Alexander Pieper pflichtet ihm bei. „Es gibt noch einiges in der Deckung zu optimieren. Auf der anderen Seite sind die Braker auch keine Nasenbohrer“, so der 35-Jährige, der sich bei seiner Rückkehr nach Obernbeck fühlte, „als wäre ich nie weg gewesen.“
HSG Löhne/Obernbeck: Finke (47. - 54.), Michalik; Zimmermann (1), Büscher (6), Bergmann (1), Schwagmeier (1), Biermann (n.e.), Nienaber, Stöckmann (4), Stuke (1), Faul (1), Peitzmeier (3), Pieper (5), Bruelheide (9/3).
Westfalen-Blatt Bielefeld vom 16.01.12
HSG Löhne-Obernbeck - TuS Brake 32:32 (16:13). Das Köckeritz-Team startete engagiert in die Begegnung und führte mit 4:2. Im Anschluss vergab Brake zahlreiche Chancen und geriet in Rückstand. Mitte der zweiten Spielhälfte wuchs der Rückstand sogar auf 21:26 (49.). In dieser Phase hatte der TuS vor allem mit Ralf Bruelheide zu kämpfen. Dem erfahrenen »Entwicklungshelfer« gelangen einfache Tore aus dem Rückraum, aber auch spielerische Akzente. »Wir haben nicht den Kopf verloren und konsequent weitergespielt«, lobte Brakes Trainer Andreas Köckeritz das Verhalten seiner Mannschaft in diesem Abschnitt. Die Braker verkürzten Tor um Tor. 90 Sekunden vor Spielende fiel der ersehnte Ausgleich. Im Gegenzug gelang Löhne/O. wiederum die Führung zum 32:31. Trainer Andreas Köckeritz nahm eine Auszeit. Kreisläufer Patrick Welge kam in Ballbesitz und erkämpfte einen Strafwurf, den Jannis Johannmeier souverän mit dem Abpfiff verwandelte. »Die Jungs haben spielerisch und kämpferisch überzeugt. Das Unentschieden ist glücklich, aber nicht unverdient«, fasste Andreas Köckeritz zusammen.
Brake: D. Knefelkamp/Kirschnick - Schütforth (8), Johannmeier (8/2), Lange, Welge (je 6), Lippert (4), J. Knefelkamp, Heidbreder, Tiemann.
Westfalen-Blatt Löhne vom 16.01.12

Löhne (WB). Eine Siebenmeterpfiff mit dem Schlusspfiff hat den ersten Triumph des neu formierten Handball-Landesliga-Teams der HSG Löhne-Obernbeck verhindert. Brakes Janis Johannmeier behielt die Nerven und traf für den TuS zum 32:32(16:13)-Endstand.
Pure Aufregung herrschte im Löhner Lager. nach dem Schlusspfiff. Die Gastgeber hatten bei der letzten Aktion des Spiels alles andere als ein siebenmeterreifes Foul gesehen. Ändern konnte sie an der Entscheidung der Schieris nichts mehr und mussten sich nach einem Klassespiel, in dem sie nur in den ersten 15 Minuten knappe Gästeführungen zugelassen, mit dem einen Punkt zufrieden geben.
Auch wenn der doppelte Punktgewinn in letzter Sekunde entwischte, die Löhner zeigten in attraktiven 60 Minuten, dass ihnen mit den Nachverpflichtungen von Ralf Bruelheide und Alexander Pieper ein Griff in die Goldkiste gelungen ist. Nicht nur, weil die beiden zusammen 14 Treffer verbuchten, sondern auch, weil sie der gesamten Mannschaft neues Selbstvertrauen gegeben haben.
Selten hat man die Tacke-Sieben im bisherigen Saisonverlauf derart selbstbewusst und konsequent in den Aktionen auftreten sehen.
Ralf Bruelheide gab sein Debüt nach 20 Minuten, führte sich mit seinem ersten Torerfolg gleich optimal ein. In der Folge spielte er hauptsächlich in der Offensive, überließ seinen Abwehrplatz Alexander Pieper. Der wiederum hatte sich von Beginn an am Kreis hervorragend zurückgemeldet und meinte nach dem Schlusspfiff: »Ich habe das Gefühl, gar nicht weggewesen zu sein.«
Ralf Bruelheide unterstrich seine Trefferqualitäten in entscheidenden Situationen, ließ aber einen Strafwurf aus. »Ich war am Anfang schon etwas nervös, aber dann lief es. Wir haben 59 Minuten und 59 Sekunden alles richtig gemacht gemacht. Schade, dass es nicht zum Sieg gereicht hat. In der Offensive lief es gut, in der Abwehr müssen wir aber noch ein bisschen nachlegen.« Nach dem 10:8 (18.) lagen die Hausherren durchgehend mit zwei, drei Toren vorn. Erst beim 31:31 zwei Minuten vor Schluss schafften die unbändig kämpfenden Braker wieder den Ausgleich und hatten am Ende das Glück des Siebenmeterpfiffs. »Das einzig Negative an diesem Spiel ist die Tatsache, dass wir nur einen Punkt geholt haben. Wir hatten den Sieg verdient«, meinte HSGLO-Trainer Maik Tacke.
HSG Löhne-Obernbeck: Michalik, Finke - Zimmermann (1), M. Büscher (6), Bergmann (1), Schwagmeier (1), Biermann, Nienaber, Stöckmann (4), Stuke (1), Faul (1), L. Peitzmeier (3), Pieper (5), Bruelheide (9/3).
Bes. Vorkommnisse: rot für Stöckmann (57.) nach dreimal zwei Minuten).
